Wie bitte? Was soll denn dieser Beitrag auf Muttispielt? Man sollte denken, hier treffen sich Menschen die leidenschaftlich spielen und Spielzeug ziemlich gerne mögen? Klar, ist auch so.

Trotzdem kann der Spielzeugterror für eine Mutter manchmal die reinste Höllenfahrt sein.

Lest selbst.

Was aus Spielzeug und Spielideen so alles werden kann:

  • Das Kind ist noch sehr klein. Das tollste Spielzeug sind Karotten und das Lieblingsspiel der Woche ist „Karotten an die Wand schmieren“. Dann ist alles richtig schön bunt und man kann glücklich darüber jauchzen.

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Wenn die Kleinen doch schon so begeistert sind von Karotten, dann doch bitte als Nachtlicht!

Marathon am Kinderbettchen

  • Das Kind ist endlich im Bett. Es hat Stunden gebraucht bis es einigermaßen zur Ruhe kam. Das heißt in Zahlen: Drei Kapitel des Lieblingsbuches, vier Gläser Wasser, zehnmal Zudecken, eine halbe Stunde Hand festhalten und drei Folgen Benjamin Blümchen hat es gedauert bis… Du irgendwo zwischen Erschöpfung, Vorsicht und Freude auf dem Rand des Kinderbettes kauerst. Dann plötzlich: verdammt! Welcher Vollidiot klingelt um viertel nach acht noch an der Tür? Blitzschnell springst Du auf, bloß kein Licht machen und trittst auf fiese Legosteine. Nein, Schreien ist jetzt keine Option!

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Erfahrene Eltern empfehlen, lieber auf Duplo zu treten! Das ist nicht so spitz!

Spielzeug ärgere das Kind

  • Oma und Opa kommen zu Besuch. Alle sind wie immer sehr begeistert vom Kind. Jetzt ist sie schon so groß, dass wir zusammen „Mensch ärgere Dich nicht“ spielen können. Die Kleinste fängt natürlich an und würfelt dreimal. Keine Sechs. Hm, weiter in der Runde. Oma stellt eine Figur raus, Opa, Papa, Mama auch. Das Kind rastet aus, schmeißt mit Würfeln, Spielfiguren, stampft, tobt. Alle reden gleichzeitig auf sie ein und der Tobsuchtsanfall wird immer schlimmer. Als das Kind schließlich heulend auf dem Boden landet, verabschieden sich Oma und Opa. Nicht mehr ganz so begeistert.

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Tobsuchtsanfall, wir kommen!

Tante Tine und das Spielzeug mit dem Quak

  • Tante Tine kommt mal wieder zu Besuch und bringt irgendein Plastikvieh mit. Das kann meistens singen, brummen oder Signaltöne von sich geben. Einmal war es eine Ente, die „Old McDonald Had A Farm“ quaken konnte. Leider hat die Tante daran gedacht, Batterien mitzubringen, die 12 Monate halten. Ich frage mich, was für Drogen diesen Spielzeugdesignern eingeflößt werden, die solch sinnloses Folterwerkzeug für die sowieso stets gestressten Eltern von Kleinkindern erfinden. Diese Dödel sind doch alle ohne Nachwuchs. Sonst könnten sie das mit ihrem Gewissen gar nicht vereinbaren.

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Das Ding macht fiese Töne!!

Wenn das Kind die Regeln macht

  • Freudestrahlend kommt das Kind auf Dich zu, unter dem Arm ein Schachspiel. Sie erklärt – sehr von sich überzeugt – dass sie das jetzt spielen will. Die Regeln hätte sie sich schon ausgedacht. Dann folgt eine vierzigminütige Erklärung: Der Springer ist jetzt die Dame, aber nur, wenn er weiß ist. Die Türme dürfen überall hin und wenn sie nicht eingesetzt werden, dann muss man eine Karte ziehen. „Äh ja klar, eine Karte…“. Als Mutti spielst Du das üble Spiel mit, obwohl Du nur circa zehn Prozent der neuen Kinderschachregeln im Kopf behalten hast. Ist aber sowieso egal. Denn wenn Mutti auf einer der gerade erlernten Regeln beharrt, ändert sich ja doch wieder alles. Und am Ende steht natürlich Streit. Weil das Kind sowieso immer Recht hat.

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Wurstfingeralarm!

  • Wenn diese scheiß Legoteile nicht so winzig wären, könnte ich sie mit meinen Wurstfingern ohne Lupe und Flutlicht zusammensetzen, damit das Kind nicht mehr weint!!!!!

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Ein Gefummel, sag ich Euch! AAA

Spielzeug mit Bodenpersonal

  • Die meisten Spiele finden auf dem Fußboden statt. Für Mütter wird das nach zwei, drei Stunden echt ungemütlich. „Warum können wir nicht mal auf dem Tisch einen ordentlichen Stau aus Matchbox-Autos bauen? Mit Stau kenne ich mich wirklich gut aus und ich male dann auch eine Tankstelle“ bettle ich. Aber sie bleibt erbarmungslos auf dem Boden sitzen, mit ihren weichen Kinderknochen.

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Hier, das ist ein tolles Ding! Spielen am Tisch und Stauraum inklusive. Kostet halt ein bißchen was…

Passt das Kind noch ins Bett?

  • Wenn ich ganz alleine in diesem Laden mit den unfassbar coolen Plüschtieren bin, die so richtig Charakter haben und grinsen, die so niedlich oder verwegen aussehen. Dann freue ich mich kurz darauf, meinem Kind so ein tolles Vieh mitzubringen, weil das kleine Mädchen in mir erwacht ist. Bis ich daran denke, dass zuhause so viele Tiere im Bett liegen, dass es schwer wird, noch ein ganzes Kind darin unterzubringen. Oder daran, dass ich letztens kategorisch erklärt habe, dass „wir“ keine Plüschtiere mehr kaufen. Wer verdammt nochmal ist eigentlich dieser „wir“?

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Ach komm, nur noch diesen einen, kleinen Timmy!

Spielzeug plus Lizenzgebühr – der Horror!

  • Wenn wir 30 bis 40 Euro für ein Spielzeug ausgeben, nur weil die Helden aus einer Fernsehserie darauf abgebildet sind. Meist ist das Spielzeug von unfassbar schlechter Qualität, weil der Hersteller bereits in die Lizenz zuviel investiert hat, oder weil es sich schlicht um seelenlose Geldschneiderei handelt. Natürlich muss man diesen Kram nicht kaufen. Und bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes gab es auch keinerlei Druck, da das Kind noch nicht gut genug sprechen konnte. Jetzt aber ist es nicht denkbar, nicht mehr den viel teureren Sandeimer OHNE Paw Patrol Helden zu kaufen. Oder das Feuerwehrauto, das NICHT den „SAM“-Schriftzug auf der Verpackung hat. Ich bewundere Eltern, die sich da konsequent verweigern. Ebenso, wie ich Eltern ohne Fernseher und andere Bildschirme bewundere. Aber die Sorge, mein Kind zum Außenseiter zu machen, ist zu stark. Ich hasse es, dem hemmungslosen Treiben, das an vielen Ecken dieser Industrie blüht nachzugeben. Aber ich bin schwach.

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Perfektes Beispiel. Brotdose aus Kunststoff, kostet so viel wie zwei ohne Sam!

Die Feuerwache aus Pontypandy

  • Peter aus dem Kindergarten hat die große Playmobil-Ritterburg. Die bei uns weder zusammengeklappt noch aufgebaut ins Wohnzimmer passen würde. Und die uns selbst dann noch zu teuer wäre, wenn wir die Multimillionen-Investition zu Ostern, Weihnachten und dem Geburtstag zusammen stemmen würden. Monatelang begleitet deshalb ein ständiges Genöle über das Fehlen dieses zentralen Spielzeugs unseren Alltag. Nichts ist mehr interessant oder erstrebenswert. Bis wir die Burg dann doch bestellen, unsere Möbel dafür schon mal abbauen und plötzlich die Feuerwache von SAM aus Pontypandy bei Peter steht. DANN HASSE ICH SPIELZEUG!

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Nein, das bekommst Du ganz sicher nicht

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