schlechter verlierer

schlechter verlierer

Beim puzzeln verliert niemand!

Kann man Verlierer sein lernen?

Ich spiele wirklich gerne mit dem Kind: Mal ist der Elefant krank und wir müssen dringend eingreifen oder wir „verschönern“ draußen mit Kreide den Gehweg. Ich bin sogar dabei, wenn wir im strömenden Regen auf dem Parkdeck den Ball unter dem Auto rausholen müssen oder wenn wir stundenlang Matchbox-Autos die Fahrradrampe am Nachbarhaus hinunterrollen lassen. 1000-Teile-Puzzle zur WM?- Solange das Kind mag. Eine spontane Feierabendparty für Papa mit Deko und allem Drum und Dran? Klar doch. Wir verstecken uns unterm Bett und erschrecken ihn so richtig!

Verlierer sein ist wohl zu schwer

Eines aber hasse ich von Herzen, so sehr, dass ich es selbst kaum glauben kann. Ich HASSE es, mit dem Kind etwas zu spielen, wo es verlieren kann. Mensch ärgere Dich nicht, Mau-Mau, Kniffel, Wettrennen oder „Wer kann tiefer in der Nase bohren“? Am liebsten ohne mich.

Schlechte verlierer

Das Bootcamp für schlechte Verlierer

Solange es gut läuft, ist das Kind zuckersüß. Freut sich, nicht zu sehr, hilft mir sogar, wenn es für mich ganz doof läuft – wir haben Spaß. Nur wenn zum Beispiel mal die eigene Spielfigur rausgeschmissen wird, nachdem Mama dreihundertmal nach Hause geschickt wurde, dann beginnt das kleine Gesicht zu zucken. Wie ein Schlangenbeschwörer rede ich auf das Kind ein: „Das Spiel dauert noch ganz lange – Du hast noch lange nicht verloren.“ Spätestens beim nächsten Rückschlag können wir das Spiel eigentlich beenden. Drama. Absolutes Drama in ganz hohen Tonlagen. Seit wir uns deshalb einmal wirklich sehr gestritten haben, gibt es die Lösung, dass das Kind das Spiel abbrechen darf. „Ich halte es nicht mehr aus, ohne auszuflippen“ ist der Signalsatz. Dann brechen wir ab, ohne blöde Kommentare von Mama. Ob das pädagogisch sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist hilfreich, um nicht zu streiten – das finde ich wichtig.

schlechter verlierer

Mosaike legen entspannt!

Verlieren ist nichts Persönliches

Das Drama ums Verlieren ist ein ganz breites Thema bei uns, nicht nur wenn wir spielen. Auch wenn wir zum Beispiel Fußball schauen und die Mannschaft, die sich das Kind völlig wahllos nach der Trikotfarbe ausgesucht hat, verliert, geht die Sirene los. Ich habe Angst vor jedem Spiel!
Den Vogel abgeschossen hat das Kind im Urlaub. Wir sahen uns mangels TV-Programmen im Hotel gemeinsam Quizduell an und die Männermannschaft gewann. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, was da los war. Das Schlimme ist, dass mir das derart fremd ist, dass es sogar schwerfällt, Verständnis zu heucheln. Ich versuche natürlich zu trösten, weiß aber nichts Sinnvolles zu sagen.

Schlechter Verlierer

Leider erst ab 12!

Sind Kinder einfach so?

Im Vertrauen, liebe Mütter – ist das bei Euch auch so? Was tut ihr dagegen? Bei unseren Kindergartenfreunden ist die Situation überall ähnlich, in verschiedener Ausprägung. Die Sache eskaliert oder auch nicht – je nach Temperament von Kindern und Eltern. Da habe ich auch schon wunderbare Geschichten gehört, die mich beruhigter sein lassen, weil wir nicht allein sind.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich auch so war. Etwas geknickt, klar: Das muss man lernen. Aber ausflippen, brüllen, das Spielbrett vom Tisch fegen, heulen, als sei der Teddy vom Laster überrollt worden? Niemals. Ich nicht. Leider kann ich nicht mehr nachfragen….

Also fragt mal Eure Mütter: Können wir das gemeinsam ergründen? Das wäre so toll! Danke schon mal.

Schlechter Verlierer

Ich rolle mit meinen Augen. Darf man das?

Was tut man dagegen?

Wie man sich schon denken kann, bin ich ziemlich ratlos. Das Einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass der Schwellenwert zur Verzweiflung sinkt, wenn man immer wieder kompetitive Spiele spielt. Umso öfter man mit der Enttäuschung fertig werden muss, umso geringer wird der Schmerz. Deshalb spielen wir regelmäßig – so oft es meine Nerven hergeben. Wenn das Kind oder die Mutti allerdings einen angeschlagenen Tag hat, dann versorgen wir lieber gemeinsam den Elefanten. Der hat nämlich immer Schnupfen.

Wenn der Elefant Schnupfen hat, muss er in der Badewanne schlafen.
Warum weiß nur das Kind.

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