Wenn man in Deutschland eine Frau sucht, die wirklich Ahnung von elektronischen Spielen hat, dann ruft man Petra Fröhlich (43) an.
Petra war über 20 Jahre lang als Journalistin bei Computec Media, einem Fachverlag für Computer- und Videospiele-Zeitschriften, tätig, und hat zehn Jahre  als alleinige Chefredakteurin die Zeitschriften PC Games, play⁴, N-Zone, X3, XBG Games und  PC Action betreut.
Heute arbeitet sie selbstständig und betreibt unter anderem das Portal Gameswirtschaft . Das Spiele-Magazin versorgt die gesamte Gamesbranche mit Neuheiten, Infos und Trends.
Dass Petra gerne zockt, versteht sich natürlich von selbst. Woher die Liebe zum Spiel aber kommt und was die Videospiel-Expertin in ihrer Kindheit so alles angestellt hat, verrät sie hier. Petra Fröhlich wuchs als älteres von zwei Geschwistern im fränkischen Schwabach auf und lebt heute mit ihrem Mann in Zirndorf in der Nähe von Nürnberg.

Was hast Du als Kind am liebsten gespielt, wenn Du alleine zuhause warst?

Wenn ich an die Dachboden-Kisten mit Kindheits-Relikten denke, dann sehe ich vor allem jede Menge Bilder- und Sachbücher, Ministeck-Platten und Malen-nach-Zahlen-Schachteln. Enorm viel Zeit habe ich mit LEGO-Sets verbracht. An verregneten Nachmittagen entstanden verwegene Maschinen, die von Einmachglas-Gummiringen und Batterien angetrieben wurden.

An den Wochenenden haben wir endlose Stunden in Brettspiele wie Scotland Yard versenkt – irgendwann kannten wir uns so gut aus im  Londoner Stadtplan, dass wir so lange gequengelt haben, bis meine Eltern mit uns dort Urlaub machten.

Petra malt nach Zahlen

Was hast Du als Kind mit anderen Kindern gespielt?

Meine Schwester und ich hatten das große Glück, auf dem Bauernhof unserer Großeltern aufzuwachsen. Das war wie aus dem Bilderbuch: Schwalben bauten ihre Nester in den Kuhstall, Katzen jagten gackernde Hühner über die Wiese und alle paar Monate wurde in den frühen Morgenstunden eines unserer Schweine vom Metzger mit dem Bolzenschussgerät gerichtet, mitten auf dem Hof. Wir Kinder warteten um die Ecke und hielten uns Augen und Ohren zu. Anschließend gab es neben Blutwurst und frischem Mett auch selbstgebackenen Zitronenkuchen. Traumatisch, aber irgendwie auch schön.

Zwischen den Hof-Gebäuden lag ein schmaler Abschnitt, in dem wir über Jahre hinweg Tier- und Freizeitparks angelegt haben. Inklusive Mini-Teiche und Bachläufe (aus denen ständig das Wasser lief), Schnecken-Gehege, Eintrittskarten, Wegweiser, Kassenhäuschen und sogar Warteschlangen. Wir nutzten jede Art von Wetter zur Optimierung unseres Parks.

Petra und ihre Schwester im Freizeitpark

Erinnerst Du Dich an  Treffpunkte Deiner Kindheit?

Auf dem Hof befanden sich Garagen, Schuppen und Lagerhallen. Dort war alles vorrätig, was wir für unsere Projekte brauchten: Baumwipfel, Latten, Felsbrocken, Ziegel, Strohballen, Spanplatten, Folien, Seile, Sägen, Hämmer, Schippen – ein schier unerschöpfliches Reservoir an Baumaterial und Werkzeugen. Großartig!

Feingemacht für den fränkischen Festzug: Petra als kleines Mädchen.

Was war Deine geheime Fantasie als Kind? Wolltest Du Superheld sein oder ein Erwachsener mit einem tollen Job?

In die Freundschaftsbücher kritzelte ich spätestens ab der Grundschule „Journalistin“ oder „Schriftstellerin“. Daran hat sich im weiteren Verlauf auch nichts mehr geändert.

Welche Spiele spielst Du heute noch gern?

Heutzutage bin ich vergleichsweise anfällig für Smartphone-Spiele. Davon bin ich – sind sie einmal installiert – nur schwer loszureißen. Bei Spielkonsolen-Titeln achte ich darauf, dass sie  in 20 oder 30 Stunden durchspielbar sind. Endlos-Spiele wären nämlich mein Untergang. Keine große Freude habe ich an Kartenspielen, mit denen ich offen gestanden nie sozialisiert wurde – sehr zum Leidwesen meines Mannes und meiner Schwiegermama.

Gibt es Spielzeug, das Du aus lauter Liebe aufgehoben hast? Oder hast Du auf E-Bay etwas wiedergekauft?

Natürlich halte ich meinen plattgedrückten, augenlosen, völlig zerzausten Koala in Ehren. Der fungierte früher mal als Kissen. Bewahrt habe ich mir auch mein Faible für permanentes Neu- und Umgestalten: Weil ich viel Zeit am Computer verbringe, liebe ich es, mit den Händen in der Erde zu wühlen, Beete anzulegen oder Sträucher zu schnippeln. Und selbstverständlich befindet sich in unserem Handtuchgarten ein kleiner Teich samt Bachlauf – wie früher.

 

Kuschel Koala

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