papa spielt


Unser Spieletester und Muttispielt Redakteur David hat sich Gedanken über sein „Papa-Dasein“ gemacht. Viele seiner Beobachtungen kennt ihr sicher auch!

David in Action!



Wenn ich einen Superhelden mit der Rolle als Vater assoziiere müsste wäre es mit Sicherheit Superman. Das liegt nicht etwa daran, dass ich Väter für übermenschlich halte oder ihnen anderweitige überzogenen Attribute zuweisen möchte. Vielmehr ist es doch der Wechsel von Clark Kent zum Alter Ego. So verbringt Erstgenannter seine Zeit im Büro, um dann außerhalb seine Krawatte und seine Zwänge abzulegen und in eine andere Rolle, oder in dem Fall sein eigentliches Ich zu schlüpfen. So ähnlich glaube ich läuft mein Dasein als Papa ein bisschen ab. Nach dem Feierabend schlüpfe ich für meinen Sohn in die Rolle des Fahrradmechanikers, Fußballtrainers, Architekten oder einfach nur Spielepartners. Für meine Patchworktochter hingegen ist es oftmals eher die Rolle der Mathenachhilfe, Reparaturwerkstatt oder Bastelbedarfs. Was eben gerade so benötigt wird. Nur zur Klarstellung, im Gegensatz zu vielen Anderen mache ich meinen Job verdammt gerne. Aber davon abgesehen, dass Arbeit eben doch Arbeit bleibt, ist Ausgleich immer wichtig. Und hier bieten sich mir als Vater mit ausgeprägtem Spieltrieb einfach sehr viele Möglichkeiten.

Papa spielt

Lassen wir mal offen, ob das ein Foto von David beim Spielen ist. 🙂

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Papa spielt mit und das gerne!

Ich weiß noch genau wie sehr ich mich gefreut habe, als der Junior seine ersten Duplosteine aufeinander stapelte und wie emsig ich ihn angefeuert und mitgebaut habe. Mittlerweile sind wir bei “richtigem“ Lego angekommen und die Bauwerke werden immer komplexer. Nicht selten steht meine Frau mit fragendem Blick im Türrahmen weil ich auf einmal stundenlang verschwunden bin. Dabei wollte ich doch nur kurz schauen was der Nachwuchs so gebaut hat. Aber so ein Kran mit elektrischem Drehmechanismus und ferngesteuerter Winde braucht eben seine Zeit!
Zugegeben, manchmal erwische ich mich selbst dabei wie ich übers Ziel hinaus schieße. Da will das Kind nur einfach eine Kleinigkeit und der Papa macht daraus eine Doktorarbeit. Diesbezüglich ist mein Sohn schon pragmatischer geworden und fängt dann das Lesen an, bis Papa sich ausgetobt hat. Ohne jetzt irgendwelche alten Rollenverteilungen auszugraben oder bestärken zu wollen, ist es aber eben oft genau das Toben, was das Spielen mit Papas ausmacht. In einer Zeit, in der Kinder am liebsten von früh bis spät in Watte gepackt werden, finde ich es um so wichtiger mit dem Nachwuchs auch mal richtig einen Drauf zu machen.

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Mama ist vorsichtig, Papa spielt den Tritt aufs Gas

Während die Mama tendenziell also
eher auf  die Bremse tritt, sieht der
Papa die Möglichkeit gerade bergab die maximale Geschwindigkeit zu erreichen.
Natürlich muss das Ganze überschaubar bleiben. Niemand sollte seinen Zögling
dazu animieren, waghalsige Aktionen durchzuführen. Wer die Kleinen allerdings
stets bremst und immer ihre Hand hält, der tut ihnen und sich selbst auf lange
Sicht mit Sicherheit keinen Gefallen. Schließlich sollen Tochter und/oder Sohn
irgendwann eigenständig sein und auch ein eigenes gesundes Gefahrenbewusstsein
entwickeln.  Diese Rolle fällt dann eben
oft dem Vater zu. Selbstverständlich mit der mahnenden Stimme der besseren
Hälfte im Hintergrund, die Kinder nicht zu stark zu beschädigen. Aus
irgendeinem Grund scheinen die meisten Männer nie so wirklich erwachsen zu
werden. Während sich kinderlose Vertreter des Geschlechts dann oftmals
seltsamen und oder teuren Hobbys zuwenden, blühen Papas so richtig auf. Mama
ist nicht da? Es gibt Spaghetti Bolognese, Pizza und Co. Natürlich mit einer
ordentlichen Portion Eis hinterher. Extra Sahne? Kein Problem.  Aus der sonst so gepflegten Couch mit
Tageskissen wird kurzerhand ein Indianerfort, dass es gegen fiese Monster,
meist die hauseigene Katze, zur verteidigen gilt. Manchmal erscheint es mir so,
als stecke ein geheimer Plan der Natur dahinter. Eine Win-Win Situation. Das
Kind wird maximal bespaßt und der Papa kann Sachen machen die er so vielleicht
nicht mehr machen würde.

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Papa spielt als großes Kind. Und das ist auch gut so

Denn mal Hand aufs Herz wie viele
Erwachsene setzten sich zum Beispiel einfach mal so auf dem Spielplatz auf eine
Schaukel. Wohl die wenigsten. Denn das wäre ja viel zu albern. Was sollen denn
die Leute denken? Hat man allerdings ein Kind dabei ist es kein Problem. Das
ist zwar ziemlich absurd, aber oftmals Realität. Betrachtet man solche Eltern
sieht man doch schon, dass sie nicht nur schaukeln weil der Nachwuchs es
nebenan auch tut, sondern weil es ihnen selbst auch nach all den Jahren
riesigen Spaß macht. Bei Papas ist die Hemmschwelle für Kindereien zumindest in
den mir bekannten Fällen viel niedriger. Männer lassen sich auch im Alter noch
viel schneller beziehungsweise einfacher zur Spielen und Mitmachen animieren.
So wird das Trampolin ebenso malträtiert wie das Klettergerüst und die Wippe.
Mit steigendem Alter ist es dann eben die Carrerabahn, das ferngesteuerte Auto
und der Lenkdrache. Mittendrin statt nur dabei, ist definitiv etwas, dass das
Spielen von Papas mit Kindern beschreibt. Das Schöne daran ist, dass man selbst
viel entspannter ist, wenn man Spaß bei etwas hat und das merken Kinder sofort.
Ich hab jetzt schon etwas Angst vor dem Moment, an dem mein Kind zu alt oder zu
cool ist, um mit seinem alten Herren zu spielen. Auch wenn er mir stets
beteuert, dass dies nie der Fall sein wird.

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Nicht das Kind mit dem eigenen Ehrgeiz überholen

Wie Eingangs bereits erwähnt, muss
man als Papa aber auch eben immer etwas vorsichtig sein. Denn schnell ist zu
viel Ehrgeiz entwickelt. Dabei soll es ja primär dem Kind Spaß machen. Und wenn
der Papa einfach zu viel und zu schnell fordert kann das schnell zu Frust
führen. Vielleicht ist der kleine Racker einfach noch nicht so weit, oder ist
eben nicht dem Gen des Superfußballers geboren. Hier fehlt uns Männern oftmals
die nötige Geduld oder das Einfühlungsvermögen. Oftmals liegt es gar nicht so
daran, dass man sein Kind kritisieren möchte, sondern daran, dass man selbst im
Spielmodus ist und Spaß haben möchte. Dabei vergisst man dann schnell, dass der
Spielpartner eben kein Erwachsener mit den entsprechenden Fähigkeiten oder dem
gewünschten Wissen ist.  Hier muss man
einfach lernen die eigenen Bedürfnisse zurückzuschrauben, einen Gang
zurückzuschalten und dem Nachwuchs den Spaß zu gönnen. Man muss ja nicht immer
gewinnen.

Schließlich nutzt Superman seine Kräfte ja auch nicht um bei Olympia zu gewinnen, sondern um Gutes zu tun. 

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