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Ich hatte ja keine Ahnung. Als mich die nette Mitarbeiterin in ihren Showroom einlud, war ich so naiv, einen kleinen Raum zu erwarten.

Der Klassiker. Das Bobby Car- jetzt mit Licht!

Da hätte ich mir mal lieber vorher Gedanken darüber gemacht, wie viele unterschiedliche Produkte in einem Haus, das zwanzig verschiedene Spielzeugmarken führt, wohl in Umlauf gebracht werden. Am Ende werden unter dem Dach der Simba-Dickie-Group über 4000 verschiedene Produkte vertrieben und ich habe sie wohl alle gesehen.

Und das war nur der Anfang….

Da gab es viel zu bestaunen. Wundervolles Spielzeug wie Konstruktionskästen aus Holz und Peppa-Pig-Bausteine, tolle Seifenblasenpistolen und Musikinstrumente.

Mit diesem hübschen Set können Kinder ein Insektenhotel basteln.

Es gibt auch Dinge, die die Kinderwelt vielleicht eher nicht so dringend braucht. Zumindest meiner Meinung nach. Bei einigen Produkten merkt man, dass sie von Erwachsenen für erwachsene Käufer erdacht wurden und dass Mütter und Omas Dinge niedlich finden. Aber ich fragte mich stellenweise, wie Kinder damit spielen sollen. Andere Ideen sind wirklich cool und man kann förmlich riechen, wie viel Spaß und Unterhaltung für Kinder darin steckt.

Das Kinderküchenstudio!

Was einem Kind tatsächlich nachhaltig Spaß macht, kann man allerdings erst beurteilen, wenn man die Sachen im Kinderzimmer erlebt. So gibt es zum Beispiel ein Sortiment von Haushaltsausstattung für Kinder, also Bügelbrett und Co. Da habe ich mich sehr gewundert. Auf meine Frage auf Instagram haben mir mindestens zehn Muttis versichert, dass ihre Kinder (ja, Mädchen und Jungs!) die Sachen daheim haben und ganz fasziniert davon sind, selbst zu bügeln, saugen und putzen. Nun. Wahrscheinlich ist meine Urteilskraft im Wesentlichen davon beeinflusst, dass ich selbst diese Haushaltssachen im realen Leben nicht so sehr mag. Ihr versteht schon …

Staubsauger und Bügelbrett. Och nee, für mich nicht. Aber es gibt viele Kinder, die es lieben damit zu spielen. Nun.

Als Reaktion auf die wirklich großen und sehr rosa glitzernden „Mädchenwelten“, die sogar Schminktische und hübsches Geschirr anbieten, runzelte ich ein paarmal die Stirn. Wie auch einige von Euch, als ich Bilder davon auf Facebook postete. Die nette Kollegin von Simba Dickie hat mir absolut glaubhaft erklärt, dass diese Sachen deshalb in so großer Anzahl produziert werden, weil die Nachfrage einfach so groß ist. Da könnten serienweise politisch korrekte „Steffi“-Puppen mit Hosen und ordentlichen Jobs hergestellt werden, wenn die Eltern und ihre Töchter sie nur kaufen würden. Die Nachfrage herrscht aber nach glitzernden Prinzessinnen. Je mehr Glitzer, desto mehr Umsatz. Nun, ein Blick nach England zeigt uns, dass „Königin“ ja auch ein anständiger, nachhaltiger Job für Frauen ist. 😊

Außer Königin, ist Steffi zumindest auch noch Tierärztin.

Lassen wir einfach die Kinder entscheiden, was sie toll finden. Zeigen wir ihnen auf, dass die Welt in allen Farben für sie offensteht. Wenn ein Mädchen eine Spielküche mit Spülmaschine und echten Blubberblasen im Kochtopf will, dann ist das genauso gut wie ein Konstruktionsbaukasten oder ein Akkuschrauber. Wichtig ist, dass die Kleinen wissen, dass sie mit allem spielen dürfen was ihnen gefällt. Jungs mit Puppen, Mädchen mit Werkzeug oder umgekehrt.

Ja genau. EIN AKKUSCHRAUBER…

Der Job von Kindern ist es zu spielen – mischen wir uns nicht so viel ein. Wir können das sowieso nicht so gut beurteilen. Wirklich sehr gut gefallen haben mir einige Brettspiele der Marke Zoch. Hier könnt Ihr Euch auf einige Tests gefasst machen.

Ein völlig unverkäufliches Exemplar hat es mir besonders angetan … Diese Teddy-Couch im Foyer hätte ich mir zur Not eigenhändig aufs Autodach gebunden, wenn ich sie denn nur hätte mitnehmen dürfen. 😉

AWW. Bitte, nur für mich!