Wer ist wer im Mario-Universum - Mario und seine Freunde

Das Mario-Universum umspannt so viele Spiele so vieler verschiedener Genres, dass man leicht den Überblick über die vielen Charaktere darin verlieren kann. Wer ist Freund, wer ist Feind? Und warum überhaupt? Nachdem es im ersten “Wer ist wer”-Artikel vor allem Mario selbst und seine Freunde beleuchtet haben, geht es heute in die entgegengesetzte Richtung: Die Bösewichte!

Donkey KongDonkey Kong

Schwieriger Fall dieser Donkey Kong. Schließlich hat der Gorilla direkt zu Marios Karriere-Start dessen Freundin Pauline entführt. Das macht ihn doch ganz klar zum Bösewicht oder? Also selbst wenn er sie aus Liebe entführt haben sollte, ist das eindeutig keine nette Geste, sie zu entführen. Und die Rolle des Endgegners sollte Donkey Kong noch oft spielen. Vor allem in Automaten-Spielen. Erst 1994 änderte sich mit “Donkey Kong Country” Donkey Kongs-Rolle hin zum spielbaren Helden und tapferen Verteidigers der Donkey Kong-Insel. In der Folgezeit erlebten Donkey Kong und Mario sogar gemeinsame Abenteuer, wenn auch nie in der eigentlichen Mario-Spiele-Reihe, sondern ausschließlich in den Spin-Offs, wie Mario Kart, Mario Tennis, Mario Party und Smash Bros.

Aber wie kommt es, dass Mario und Donkey Kong Freunde wurden? Die Antwort ist nicht ganz so einfach, denn Nintendo änderte die Geschichte im Laufe der Jahre. Die einleuchtendste Erklärung ist folgende: Der originale Donkey Kong aus dem gleichnamigen Automatenspiel hat einen Sohn, der in “Donkey Kong jr.” die Rolle des Endgegners übernimmt. Als Donkey Kong dann 1994 sein erstes eigenes Abenteuer bekommt, hat ein Generationenwechsel stattgefunden. Ab hier wird aus Donkey Kong der alte graue Cranky Kong. Aus Donkey Kong jr. wird der neue Donkey Kong. Möglich ist auch, dass Donkey Kong der Enkel von Cranky Kong ist. Wie gesagt: Nintendo hat über die Jahre hinweg mehrere Versionen in diversen Spielen erzählt. Erkennbar ist Donkey Kong in späteren Teilen daran, dass er sich in typischer Gorilla-Haltung durch die Spielewelt bewegt und stets mit einer roten Krawatte mit einem gelben “DK” darauf bekleidet ist.

BowserBowser – Der Koopa-König

Bowser ist der Vater von Bowser jr., König der Koopas und Marios Nemesis. Nachdem sich Mario in seinen Anfängen mit Donkey Kong herumschlagen musste, wurde Bowser schnell mit dem allersten Auftritt in “Super Mario Bros.” (NES / 1985) zum neuen Erzbösewicht, der sich, wann immer sich ihm eine Gelegenheit bietet, der Übernahme des Pilzkönigreiches widmet. Oder sich Prinzessin Peach bemächtigen. Oder beides zugleich. Ob Bowser dabei wirklich romantische Absichten verfolgt, wenn er versucht Prinzessin Peach in “Super Mario Odyssey” zu heiraten, sei mal dahingestellt. Man erkennt ihn sehr gut daran, dass er im Normalzustand schon deutlich größer ist, als die meisten Figuren im Mario-Universum. Sein stacheliger Schildkrötenpanzer und der riesige Drachen-ähnliche Kopf machen ihn unverkennbar.

Als Marios Erzrivale taucht Mario in so ziemlich allen Spielen des Mario-Universums auf. Oftmals auch als gar nicht so fürchterlicher Schurke, wie zum Beispiel in den Mario-Tennis- oder Mario-Kart-Titeln. In den Mario-Party-Spielen hingegen ist er ein ziemlicher Miesmacher und Spielverderber. In allen anderen Spielen ist er allein durch seine Größe, seinen ziemlich robusten Körperbau und durch seine Kraft ein schwer zu erledigender Endgegner, der zu seinem Schutz alle seine Schergen und sogar seinen eigenen Sohn Mario entgegenwirft, um ihn davon abzuhalten, seine Pläne zu durchkreuzen. Inzwischen erfreut sich Bowser einer beinahe ebenso großen Bekanntheit, wie Mario selbst. Das hat ihm sogar einen Gastauftritt im Disney-Film “Ralph reichts” eingebracht. Wohlgemerkt als einzigem Charakter aus dem Mario-Universum!

Bowser Jr.Bowser Jr.

Mit vollem Namen “Prinz Bowser Koopa Junior”, von seinem Vater König Bowser auch liebevoll nur “Jr.” genannt, ist wie man nun vermutlich schon erraten hat, Bowsers Sohn. Das macht ihn auch zur Nummer Zwei der Kommando-Kette der Koopa-Truppe und zum Erben eben dieser. Frechheit und Jähzorn sind seine herausstechendsten Eigenschaften. Dabei sieht er als kleine Version seines Vaters beinahe niedlich aus. Wenn da nicht die finster dreinblickenden Augen – und nicht selten ein T-Shirt mit Bowsers aufgerissenem Maul darauf – wären. Ihn ziert ebenfalls ein prächtiger Rückenpanzer und die charakteristischen roten Haare der Koopa-Königsfamilie.

Seinen ersten Auftritt hat Bowser Jr. in “Super Mario Sunshine” (GameCube / 2002). Dort ist er auch gleich zum ersten Mal als Endgegner “tätig”. Diese Rolle übernimmt er in “New Super Mario Bros.” (DS / 2006) ein weiteres Mal. In “Super Mario Galaxy” und “Super Mario Galaxy 2” hat er sogar sein eigenes Luftschiff, um sich Mario als Zwischenboss in den Weg zu stellen. Daneben tritt Bowsers Sprössling immer wieder in diversen Spin-Offs, wie den Sport-Spielen (Golf, Tennis, Soccer, Baskettball, Baseball, Kart) und den Mario Party-Games auf.

KoopalingeKoopalinge

Die Koopalinge werden gerne fälschlicher Weise als Bowsers Kinder beschrieben. Richtig ist, dass die Koopalinge – sieben an der Zahl – eine besondere Stellung in Bowsers Schergenschar innehaben. Die Sieben sind Geschwister und fallen vor allem durch ihr schrilles Outfit auf. Auffällig ist, dass alle Koopalinge, ebenso wie Bowser und Bowser Jr. Stacheln auf ihren Rückenpanzern haben. Das, und der Umstand, dass sie bei ihrem ersten Auftritt in “Super Mario Bros. 3” (NES / 1991) als Bowsers Kinder vorgestellt wurden, hat zu Verwirrungen geführt. Die offizielle Variante ist jedoch, dass ausschließlich Bowser Jr. der Sohn des Koopa-Königs ist.

Larry und Morton

Larry Koopa fällt mit seinem hellblauen Irokesen-Schnitt sogar noch am wenigsten auf. Er schwingt gerne ein Zepter und hat die charakteristischen Nietenarmbänder an. Sein Bruder Morton Koopa Jr. fällt besonders durch den magischen Hammer, das weiße breite Gesicht und den dunkelgrauen Körper mit hellgrauem Bauch auf. Er ist nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte, spricht aber gerne und viel, weswegen er in Comics gerne auch “Mouth” genannt wird.

Iggy und Wendy

Anders ist da Iggy Koopa, Zwillingsbruder von Lemmy. Er scheint erfinderisch begabt zu sein, ist ein wenig größer als die meisten seiner Geschwister. Er sticht vor allem durch seine hypnotischen Augen, die Brille, den grünen Panzer und die grünen Haare hervor, die wie eine Palme auf seinem Kopf thronen. Wendy O. Koopa ist die einzige Frau unter den Koopalingen, hat ein rosa Schleifchen im Haar und trägt dazu passende Schühchen, sowie Lippenstift. Zuckersüß ist sie dennoch nicht, sie ist sehr aufbrausend und ziemlich schlecht erzogen.

Lemmy und Roy

Lemmy hat neben seinem Zwillingsbruder Iggy, die auffallendsten Augen. Man könnte sagen, dass er den “irren Blick” hat, vielleicht schielt er aber auch einfach nur. Lemmys Hauptfarbe ist orange-gelb, sein Irokesen-Schnitt macht einem Regenbogen Konkurrenz und obwohl er der Kleinste der Koopalinge ist, schmeisst er gerne mit Bomben um sich. Nicht viel weniger explosiv ist Roy. Er trägt nicht nur eine heisse pinke Brille, sondern gerne auch mal eine Bazooka, also einen Raketenwerfer. Passend zu seiner Brille gesellen sich noch ein rosafarbenes Gesicht und einen ebenso gefärbten Panzer.

Ludwig von Koopa

Die heisseste Frise unter den Koopalingen hat zweifellos Ludwig. Sie erinnert, genau wie Ludwigs Vorliebe für klassische Musik an Ludwig van Beethoven. Er ist zweifellos der gerissenste und bösartigste der Koopalinge. Bis zum Auftauchen von Bowser Jr. war Ludwig Bowsers Nummer Eins.

Die Koopalinge sind seit “Super Mario Bros. 3” immer wieder als Vorhut für Bowser unterwegs und stellen sich gerne in Luftschiffen oder in Schlössern – zb. in “Super Mario World (1992 / SNES) – als Zwischenbosse den Klempner-Brüdern in den Weg. Außerdem traten sie in “New Super Mario Bros. Wii”, “New Super Mario Bros. 2” und “New Super Mario Bros. U” auf. Neben der Hauptserie sind sie auch in den Titeln der “Mario & Luigi”-Reihe, sowie “Mario Kart 8” und “Super Smash Bros. for Wii U” und “Super Smash Bros. for 3DS” zu finden.

König Buu HuuKönig Buu Huu

Buu Huus sind ständige Begleiter der Mario-Hauptreihe. König Buu Huu, also der Herrscher der Geister, ist da ein wenig anders. Seinen Einstand feierte der König außerhalb der Mario-Abenteuer in “Luigi’s Mansion” (GameCube / 2001) als Oberbösewicht. Hier musste Luigi dem äußerst gerissenen König Buu Huu in bester Geisterjäger-Manier den Garaus machen.

Wie die kleinen Buu Huus, ist auch der König selbst ein Geist und zeichnet sich vor allem durch seine Hinterlist aus. Eine Krone ziert seinen Kopf und er beherrscht zahlreiche, mächtige magische Fähigkeiten mit denen er zu einem würdigen Endgegner wird. Sein Respekt für seine Untertanen sichert ihm, deren ewige Treue. Im 2004er DS-Remake von “Super Mario 64” bekommt er seinen dritten Auftritt nach “Mario Kart Double Dash” und hat seitdem neben “Super Princess Peach” und “Luigi’s Mansion 2” eigentlich nur noch den Weg in Sport-Spiele (Baseball, Kart und mehreren Ablegern von “Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen”) geschafft.

BirdoBirdo

Ein ganz besonderer Charakter des Mario-Universums ist und bleibt Birdo. Denn eigentlich ist Birdo kein Wesen aus der Welt von Mario & Co. Den ersten Auftritt hat Birdo in der europäischen Variante von “Super Mario Bros. 2” (1989 / NES). Da dieses Spiel eigentlich kein Mario-Spiel war, sondern zuvor “Doki Doki Panic” hieß, aber für Europa mit Mario, Luigi, Toad und Prinzessin Peach ausstaffiert wurde, aber die Gegner nicht angepasst wurden, verblieb Birdo als Stage-Boss im Spiel. Verschieden farbige Varianten von Birdo stellten sich den Hauptcharakteren in den Levels in den Weg um die jeweilige Stage zu sichern.

Und eine zweite Besonderheit begleitet Birdo seit dem ersten Abenteuer. In der Anleitung von “Super Mario Bros. 2” heißt es: “Er denkt, er wäre ein Mädchen und spuckt Eier aus seinem Mund. Er will lieber Birdetta genannt werden.” Ein transsexueller Videospiel-Charakter? Und das schon 1989? In späteren Auftritten wird Birdo immer wieder als Junge bezeichnet, inzwischen ist aus Birdo aber ein Mädchen geworden. In den Beschreibungen von “Super Smash Bros. Melee” und “Super Smash Bros. Brawl.” scheint also entweder die Verwandlung zur Frau abgeschlossen zu sein oder Nintendo hat das Geschlecht der Einfachheit halber dem Look angepasst.

Birdo mauserte sich, wie Donkey Kong vom Bösewicht in den Teilen den “Mario & Luigi”-Reihe zu einem Helfer. Außerdem wird sie in vielen Sport-Spielen (Tennis, Baseball und Kart) gerne direkt neben Yoshi platziert, hat darüber hinaus auch noch ähnliche Fähigkeiten, wobei der “Ei-Angriff”, also ein über den Rüssel ausgespucktes Ei ihr Signature-Move ist. Birdos unverkennbare Ähnlichkeit zu Yoshi bringt ihr nicht gerade selten den Ruf ein Yoshis Freundin zu sein. In die Hauptreihe der Mario-Spiele – also der Jump ‘n Runs – schaffte es der eierspuckende Saurier mit der Schleife im Haar bisher jedoch nicht mehr.

WarioWario

Wario ist das fiese Gegenstück zu Spiele-Held Mario. Dabei ist er eigentlich nicht so richtig böse. Aber auch nicht richtig gut. Sein japanischer Name “warui” bedeutet übersetzt “böse”. Getrieben von rasender Eifersucht auf seinen Cousin Mario versucht er seinen Verwandten bei jeder Gelegenheit zu übertrumpfen. Außerdem hat er eine ausgeprägte Gier nach Münzen und Reichtümern. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück seinen eigenen Vorteil über Nachteile für andere Zeitgenossen zu stellen.

Seinen ersten Auftritt hatte Wario in “Super Mario Land 2 – 6 Golden Coins” (1992 / Game Boy) als Endgegner. Als spielbarer Charakter hat Wario in “Wario Land – Super Mario Land 3.” (1994 / Game Boy). Danach mauserte sich Wario zum Held der “Wario Ware”-Titel, bei denen es sich ohne Ausnahme um Minispiel-Sammlungen der verrückten Art handelt. Das widerum passt zu Warios oft ungehobelter Art mit fragwürdigen Manieren. Erkennbar ist Wario stets an seinem gelben Hemd mit passender Mütze auf der ein umgedrehes Mario-M prangt. Dazu kommt noch seine lila-farbene Hose, das finstere Grinsen, der gezackte Bart und die für Bösewichte übliche Überproportionierung des Kopfes im Vergleich zum Körper. Außerdem hat er immer ein ziemlich verrücktes Gekicher auf den Lippen. Zwischenzeitlich mauserte sich Wario zum Allrounder, tauchte auch in so ziemlich allen Spielen der Mario Kart-Reihe, den Tennis- und Soccer-Titeln und den Games der Mario Party-Serie auf.

WaluigiWaluigi

Ähnlich wie Wario ist auch Waluigi als direktes böses Gegengewicht zu den Klempner-Brüdern – in diesem Fall Luigi – entwickelt worden. Er schein jedoch nicht wie Wario mit den Beiden verwandt zu sein, sondern nur ein Freund Warios. Gemeinsam versuchen die Beiden Mario und Luigi den Rang abzulaufen, kämpfen mal auf der Seite des Pilzkönigreiches und mal auf der Seite der Koopas. Waluigi ist schlank – beinahe schlacksig – groß, cholerisch und ein wenig melancholisch.

Er macht sich einen Spaß daraus, andere zu ärgern und wenn es mal nicht so läuft, wie er sich das erhofft, wird er schnell zur beleidigten Leberwurst. Die Hauptfarbe Waluigis ist lila, auch er hat ein unangenehmes Grinsen im Gesicht, eine leuchtend rosa-farbene Nase und einen dünnen sehr speziellen Bart. Auf seiner Mütze prangt ein doppelt verdrehtes “L”, um ihn direkt als Gegenpart Luigis zu identifizieren. Seinen ersten Auftritt hatte Waluigi außerhalb der Mario-Jump ‘n Runs im Sportspiel “Mario Tennis” (2000 / Nintendo 64). Das Spiel “Dance Dance Revolution Mario Mix” (2005 / GameCube) stellt seinen einzigen Auftritt als direkten Antagonisten eines Spiels dar. Außerdem taucht er in vielen Sport-Spielen des Mario-Universums auf.