Dominosteine

Eine liebe Freundin hat vor Jahren einmal selbstgemachte Dominosteine zum Adventsfrühstück mitgebracht und der gesamte Tisch ist dahin geschmolzen. Das Rezept machte natürlich schnell die Runde und seither backe ich jedes Jahr selbst Dominosteine. Heute werde ich mal dekorativ die Großen (wie aus dem Laden) und die Kleinen (zum Spielen) versuchen. Ob das schokoladenschmierfingertechnisch eine gute Idee ist, wage ich zu bezweifeln, aber das ist es mir wert.

Backzeit: ca. 45 Minuten bei 175°C

Mein kleiner Backhelfer heute war Jana, mein kleinstes Kind. Wir haben die Butter mit dem hellen und dunklen Sirup in einem kleinen Topf schmelzen lassen.

Die anderen Zutaten, mit Ausnahme der Eier, gut verrührt und die Butter-Sirup Mischung unter gemixt. Ganz zum Schluss dann die Eier hinzugegeben und auch noch einmal gemixt. Das Ganze ergibt dann eine herrliche, klebrige nach Weihnachten duftende (und schmeckende) Masse. Den Ofen haben wir in der Zeit schon vorgeheizt und ein tiefes Blech mit einer eckigen Verkleinerung ausgestellt. Man kann den Teig aber auch einfach direkt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben. Mit der Verkleinerung wollten wir uns nur das Begradigen der Ränder sparen. Leider hatten wir unseren Wecker am Ofen vergessen und den Teig etwas länger als geplant drin. Dadurch sind unsere Ränder ein wenig zu knusprig geworden und wir mussten doch etwas abschneiden. Die knusprigen Ränder kann man aber wunderbar einfach so aufessen. Hat etwas von Pfeffernüssen. ?

Der Teig muss nun ordentlich abkühlen. In dieser Zeit haben wir schon etwas Marzipanrohmasse ausgerollt. Das hat meine kleine Jana beschwingt übernommen. Ausrollen kann sie. Wir haben uns vor einigen Jahren mal kleine Teigrollen angeschafft. Die Kinder können viel besser damit umgehen und haben so auch das Erfolgserlebnis, dass es klappt.

Wir haben den Teig in der Mitte mit einem großen Messer einmal durchgeschnitten und auseinander geklappt. Anschließend die eine Hälfte mit Johannisbeergelee dick beschmiert und unser ausgerolltes Marzipan draufgelegt.

Wer es gerne praktisch mag, kann auch eine fertige Marzipandecke benutzen. Danach wird die zweite Hälfte wieder daraufgelegt und leicht angepresst. Jetzt haben wir Würfel und Rechtecke geschnitten und man kann schon erkennen, was es werden soll.

In einem Wasserbad haben wir die Schokolade geschmolzen und die Würfel einzeln mit Schokolade überzogen. Das Ganze ist schon ein wenig zeitaufwendig und braucht etwas Geduld. Ich sollte also besser sagen, ICH habe die Würfel einzeln mit Schokolade überzogen. Jani hat noch die Teigschüssel ausgelutscht und ist dann abgedampft. Aber das ist völlig in Ordnung. Wir – Entschuldigung ich habe einige Würfel noch weihnachtlich dekoriert. Auch habe ich meinen Plan umgesetzt, ein Spiel mit Dominosteinen zu kreieren. Aber seht selbst.

Selbstgebackene Dominosteine als Spiel, in einer schön dekorierten Schachtel oder Glas, sind ein tolles Geschenk in der weihnachtlichen Zeit. Und ein Spiel, was auch noch so lecker schmeckt, hat nicht jeder. Gutes Gelingen und bis zum nächsten Mal. Keksige Grüße aus der Küche.

Kleiner Tipp: Sollte euer Teig auch etwas trocken und hart sein, macht euch keine Sorgen. Im fertigen Zustand in der Dose wird der Teig wieder weicher und hat dann die typische Konsistenz von Dominosteinen.

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