digitale medien für kinder

Unsere Leserin Tina, die den wunderbaren Blog https://gadgetina.de/ schreibt, hat einen tollen Kommentar für uns geschrieben.

digitale medien
Das ist Tina. Auf gadgetina schreibt sie oft über digitale Medien für Kinder

Viele Eltern fühlen sich schlecht, wenn ihre Kinder elektronische Spiele lieben- und wie wir alle wissen, lieben unsere Kinder diese Spiele sehr. Ein Teufelskreis. Tina hat Euch ihre ganz eigene Meinung zum Thema aufgeschrieben:

Viele Eltern haben Angst, dass sie, wenn sie erzählen, dass ihre Kinder mit Tablets oder Smartphones spielen dürfen, gleich als schlechte Eltern abgestempelt zu werden. Im Grunde haben die Geräte bei Vielen den gleichen pädagogischen Status wie der Fernseher. Man „parkt“ die Kinder gerne einmal davor, damit man selbst seine Ruhe hat. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass das auch auf etliche Eltern zutrifft. Wobei – Hand auf’s Herz – machen das doch fast alle Eltern mal. Nur die Einen halt öfter als die Anderen.

Fernsehen berieselt, digitale Medien für Kinder sorgen für intensive Beschäftigung

Dabei besteht zwischen dem Fernseher und der Benutzung von Tablets schon mal ein großer Unterschied: während das Fernsehen vorerst einmal durch Berieselung zur Passivität verdammt, so muss man beim Tablet selbst aktiv werden (vorausgesetzt man nutzt es nicht ausschließlich zum Streamen oder für Youtube-Videos). Ich möchte das Fernsehen jetzt nicht schlechtreden. Natürlich kann man auch dabei viel lernen … wenn man sich die richtigen Sendungen aussucht. Viele der Kindersendungen sind allerdings zum Weglaufen dumm. Nein, „Bob der Baumeister“ mit seiner ständigen Botschaft „jeder ist einzigartig und zusammen schaffen wir alles“ ist spätestens nach der 2ten Folge nicht mehr als pädagogisch wertvoll einzustufen. Tut mir leid. Hier zahle ich tatsächlich gerne die GEZ-Gebühren. Allein für KiKa. „Pur+“, „Wissen macht Ah“ oder „Checker Tobi“ sind tolle Sendungen, die zumindest von meinen Kindern (Bub 7 und Mädel 5) auch sehr gerne geschaut werden.

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Bezahlte Apps sind meistens besser

Mit den Apps verhält es sich recht ähnlich. Wenn man sich nur ein wenig damit beschäftigt, trennt sich hier schnell die Spreu vom Weizen. Ich vergleiche das gerne mal mit der Ernährung: Man kann sich von Junk-Food ernähren, oder gibt sich etwas mehr Mühe und kocht sein Essen aus frischen Produkten selbst. Und genauso verhält es sich mit dem Smartphone auch: Entweder man lädt schnell irgendeine knallbunte App herunter, in der man Figuren mit übergroßen Augen witzige Frisuren verpassen kann, oder man setzt sich etwas mit der Thematik auseinander und findet eine ganze Reihe von Apps, bei denen die Entwickler NICHT einfach nur auf den Profit aus sind und sich wirklich viele Gedanken dabei gemacht haben, dass dem Nachwuchs beim Daddeln auch noch etwas vermittelt wird. Ja, die kosten meistens Geld, aber das kostet der Schrott auch … spätestens dann, wenn man die nervige Werbung weghaben möchte.

Ich teile die Eltern in 3 Kategorien ein:

Die “Raben-Eltern”:

Sie wollen einfach mal ihre Ruhe haben und laden den Sprösslingen einfach die erstbeste quietschbunte App herunter, die im App-Store gerade angeboten wird. Meistens optisch augenkrebsverursachende Spielchen ohne jeden Anspruch. Aber das Kind ist glücklich und vor allem ruhig.

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Die “Alu-Hut-Fraktion”:

Sie haben sich durchaus mit der Thematik auseinandergesetzt, immerhin haben sie bereits Interviews mit dem renommierten Hirnforscher Professor Dr. Manfred Spitzer gesehen, der dringend davon abrät, Kindern vor dem 14ten Lebensjahr an den PC zu lassen oder gar ein Smartphone zur Verfügung zu stellen. Kinder hatten sowas früher ja auch nicht und außerdem macht das Internet „dick, dumm und aggressiv“. Haken drunter, Thema erledigt!

Die “Zukunftsorientierten”:

Die Minderheit – so scheint es – sieht, dass es bereits jetzt schon in keinem Bereich mehr ohne digitale Unterstützung geht. Die Digitalisierung greift um sich. Und nein, das ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Wie kann man die Kinder schon darauf vorbereiten? Und damit ist nicht gemeint, dass sie möglichst schnell auf das Berufsleben vorbereitet werden müssen. Es ist wichtig, dass auch Kinder schon den richtigen Umgang mit den digitalen Medien beigebracht bekommen. Und dass sie auch gegenüber den Gefahren des Internets sensibilisiert werden. Medienkompetenz ist das Stichwort. Es ist wichtig, dass sie lernen, dass sie alles kritisch hinterfragen müssen. Dass sie nicht alles für bare Münze nehmen dürfen. Zudem haben diese Eltern erkannt, dass ihnen das Tablet wirklich tolle Möglichkeiten an die Hand gibt, Wissen spielerisch zu vermitteln und auch die Gehirnzellen durch interessante Rätselspielchen zum Denken anzuregen.

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Meine Meinung zu digitalen Medien für Kinder

Meiner Meinung nach ist es fatal, erst mit 14 Jahren in die Welt der digitalen Medien für Kinder zu starten. Wir wissen alle aus eigener Erfahrung, wie der Nachwuchs in dem Alter drauf sein wird. Lässt er sich da was sagen? Nein! Ihm dann solche Gadgets an die Hand zu geben, und kein Gehör zu finden, wenn man ihn vor den Gefahren des Internets warnen möchte, ist genau der falsche Weg. Besser ist es doch, sich vorher schon intensiv mit dem Thema beschäftigt zu haben. Jetzt kann ich noch auf meine Kinder einwirken. Der Große weiß ganz genau, was nur Schmarren ist. Er kann da schon sehr gut unterscheiden. Gegen seine Auswahl, die er auf Youtube trifft, ist nicht viel einzuwenden.

Seit er schreibt und liest, ist die Sucherei schon viel fokussierter und er driftet immer seltener in den „Empfehlungen“ in die falsche Richtung ab. Und wenn ich sage, dass nach dem nächsten Video/Level Schluss ist, dann ist das nie ein Drama. Dann spielen sie auch gerne wieder draußen auf dem Trampolin oder suchen sich ein Brettspiel oder bauen Lego oder eine Höhle unterm Bett oder …

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