Mama Simone sendet einen Notruf per Facebook: „Achtung, bitte alle herhören! Es gibt nicht nur Mädchen im Frozen-Fieber, nicht nur Anna und Elsa nerven, sondern auch eine andere, fiese Seuche. Mein Sohn ist im Ninjago Fieber!“
Puh. Wir haben verstanden.
Anke erhält einen NotrufMehr Worte sind überflüssig. Dreht sich das ganze Kinderleben nämlich nur noch um ein Thema, stoßen wir Eltern öfter mal an Belastungsgrenzen.
Die Kleinen sind so fasziniert von Sam, Elsa und Bibi oder – wie in Simones Fall – von Jay, Kai, Zane, Cole, Nya und Lloyd, dass uns manchmal Angst und Bange wird. Es dudelt und blinkt und singt und wenn mal Ruhe ist, erzählt das Kind von den Helden seiner (und unserer!) schlaflosen Nächte. Ziemlich schnell hängt einem das zum Hals raus und man fragt sich nur noch:
Wie komme ich hier raus und wann, oh wann, hört das endlich wieder auf?
Heute also soll Simone zu Wort kommen, die seit Monaten mit ihrem Sohn Paul auf den LEGO Figuren von Ninjago festhängt:

Die Einstiegsdroge war Feuerwehrmann Sam

Ich habe den Eltern-Notruf über Anna und Elsa gelesen. Da klang es so, als ob nur Mädchen-Mamas leiden. Stimmt aber nicht. Auch wir Jungs-Muttis müssen einiges aushalten!
Der Einstieg in die Lieblingsheldenwelt war bei uns Feuerwehrmann Sam, wie bei so vielen. Aber gegen das, was danach kam, war Feuerwehrmann Sam nur eine harmlose „Einstiegsdroge“.  Heute wünsche ich mir so manches Mal die heile Welt von Pondypandy zurück.

Danach kam Ninjago. Ich konnte am Anfang nicht mal die Protagonisten bei den Legofiguren auseinander halten, erst recht nicht, wenn sie gerade keine Haare oder keine ihrer Masken aufhatten. „Und wer ist das?“ fragte ich Paul und seinen Kumpel. „Na Zane, das sieht man doch an den Augenbrauen!“ Aha, naja gut.

LEGO Ninjago Ein wahrer Geniestreich

Was Lego da mit Ninjago gelungen ist, ist wahrlich ein Geniestreich. Die passende Serie von Lego heizt den Wunsch nach den dazugehörigen Legosets ordentlich ein. Und wer denkt, dass man mit dem Besitz der fünf Figuren schon mal gut aufgestellt ist, dem sei gesagt: Das ist leider nicht der Fall! Denn im Verlauf der Serie entfalten die fünf Ninjas immer neue Kräfte und dementsprechend verändert sich auch das Aussehen über Kleidung, Masken und den Waffen. Ich weiß nicht, wie viele Mutationen es gibt, aber ich weiß: ES SIND ZU VIELE! Manche davon sind natürlich mittlerweile schon ausverkauft und heiß begehrt.

Ninjago Drama zu Weihnachten

So hat es sich zum Jahresende 2017 zugetragen, als es ans Wunschzettel schreiben ging für Weihnachten, dass da unter anderem der GOLDENE NINJA darauf stand.

Ninjago Geschichten diktiert von Paul!

Nach meiner Recherche zur Umsetzbarkeit der Wünsche war schnell klar, dass der nicht mehr erhältlich ist und es gab ihn nur noch einzeln und überteuert von Drittanbietern.
Wie so viele Ninjago-geplagte Eltern zuvor, (was man an den Rezensionen deutlich erkennen konnte) bestellte ich zähneknirschend die einzelne scheißkleine Legofigur – den goldenen Ninja – für 10,90 € und Paul war an Weihnachten auch sehr froh darüber.

Die Merchandisemaschine Ninjago rollt und rollt

Das ist ja noch nicht alles, alle vier Wochen kommt eine Ninjago Zeitschrift raus, die natürlich auch immer eine Figur enthält, die es sonst oft nirgends so zu kaufen gibt. Und zu jeder neuen Serienstaffel gibt es neue Legosets. Genauso wie zum Kinofilm, den wir natürlich auch gesehen haben.
Hatte ich schon erwähnt, dass es im Legoland eine Ninjagoworld und einen Shop mit Ninjagomerchandise gibt? Und der Shop kommt leider nicht erst am Ausgang. NEIN! So ziemlich am Anfang. Macht ja auch so viel mehr Spaß Schaumstoffninjadolche und Schwerter durch den Park zu schleppen neben den ganzen Sachen die man sonst so dabei hat. Alternativ kann man ein quengelndes Kind hinter sich herziehen.

Immerhin es gibt ja auch (pädagogisch wertvoll) Ninjagobücher zum Vorlesen. Wobei sich die Freude beim Vorlesen bei mir allerdings auch in Grenzen hält, die würde bei „Wir Kinder von Bullerbü“ eher aufkommen. Und weil wir so ein kreatives Kind haben, wurden uns noch Stunden über Stunden Ninjagogeschichten diktiert.

Man könnte also sagen ich bin mit Zane, Jay, Kai, Lloyd, Cole, Lord Garmadon und wie sie alle heißen bestens vertraut.

Also liebe Mädchenmamas, liebe Anna&Elsa-Geplagten, wir Jungsmamas haben es auch nicht leicht. 😉

Danke Simone! Ich glaube nicht, dass irgendjemand wirklich gedacht hat, Jungs wären nicht so versessen auf ihre Helden. Machen kann man da wahrscheinlich nichts, außer zu warten dass der Hype vorbeigeht. LEGO finde ich ehrlich gesagt besonders gut gemacht. Tolle Produkte, bauen, Filme, Fernsehen. Das Dein Paul so kreative eigene Sachen daraus entwickelt, zeigt ja zumindest das es kein reiner Konsumrausch ist. Klar, das ist für Dich tröstlicher, als für das Haushaltskonto 😊