computerspiele und kinder

Computerspiele und Kinder ist ein Thema das im Kreise von Eltern nicht ausstirbt. Spielen gehört zur Kindheit, aber gehört auch Computerspielen zu einer normalen Kindheit dazu? Natürlich, sagt sogar der Deutsche Kulturrat. Vor allem Eltern betrachten die Begeisterung ihrer Kinder für Videospiele aller Art mit Sorge, befürchten, dass das Kind süchtig wird oder andere Freizeitaktivitäten vernachlässigt Auch wenn diese Sorge durchaus berechtigt ist, sollten Eltern ihren Kindern Computerspiele aber nicht verbieten, sondern sie dabei begleiten und die Art der Spiele, die Zeit am Computer, Smartphone oder Tablet sowie den Schutz der Daten des Kindes, seine Interaktion mit anderen Speilern, beispielsweise in Online-Spielen, kontrollieren und im Zweifelsfalle einschreiten. Unsere Tipps sollen Eltern dabei helfen.

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Kinder und Computerspiele – 7 Umgangstipps für Eltern

Das wichtigste Gebot für Eltern, am Hobby des Kindes Interesse zu zeigen und sich über die Spiele zu informieren. Einige der wichtigsten Tipps zum Umgang mit Computerspielen bei Kindern haben wir kurz zusammengefasst.

Gemeinsame Regeln vereinbaren und Vorbild sein

Neben dem gemeinsamen Spielen und dem Sprechen über die Spiele, sollten Eltern mit ihren Kindern feste Regeln zur Mediennutzung insgesamt festlegen. Dazu gehören nicht nur die Zeiten am Computer, sondern auch Fernsehzeiten, Smartphone-Nutzung und Spielekonsolen. Verabredet Bildschirmpausen, seid dabei selbst ein Vorbild und bietet Alternativen an. Gemeinsame Erlebnisse und Unternehmungen bei einem alternativen Hobby abseits des Computers und der Konsole machen den optimalen Mix der Freizeitgestaltung aus.

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Computerspiele und Kinder: Spielzeiten festlegen

Grundsätzlich werden Computerspiele aller Art auf allen Geräten erst ab einem Alter von vier Jahren empfohlen. Will man nun wissen, ab wann und wie lange Kinder Computer spielen sollten, kann man sich an der Aufstellung der EU-Initiative klicksafe orientieren:

  • 4 bis 6 Jahre: 20 bis 30 Minuten pro Tag (im Beisein der Eltern)
  • 7 bis 10 Jahre: 45 Minuten am Tag (auch ohne Eltern)
  • 11 bis 13 Jahre: ca. eine Stunde pro Tag (auch ohne Eltern)

Für ältere Kinder kann man ein Medienbudget pro Woche festlegen, denn gerade diese spielen anspruchsvollere Games, bei denen man in einer Session durchaus länger als eine Stunde verbringen kann.

Alterskennzeichnungen beachten

Eltern sollten vor allem auch auf die Altersbeschränkungen und -empfehlungen ein Auge haben. Unter usk.de kann man prüfen, ob das aktuelle Lieblingsspiel des Kindes für seine Altersgruppe freigegeben ist. Oftmals findet man die Altersempfehlung der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) auch auf den Spielen. Vor allem aber bei Online-Spielen ist dies nicht immer der Fall. Zur Orientierung können Eltern dann auf weiterführende Beratungsangebote wie den Spieleratgeber NRW zurückgreifen.

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Computerspiele sind kein erzieherisches Druckmittel!

Eltern sollten darauf verzichten, die digitalen Spiele als Druckmittel oder erzieherisches Mittel zu verwenden. Mit Verboten erreicht man nur, dass die Spiele noch interessanter und wertvoller für das Kind werden. Das gilt gleichermaßen für Computerspiele als Belohnung.

Mit anderen Eltern austauschen

Kinder und Jugendliche spielen nicht nur Zuhause. Zum einen locken die Verführungen der mobilen Games, deren Nutzung Eltern nur schwer kontrollieren können. Zum anderen besuchen Kinder und Teenager ihre Freunde, um dort Computerspiele zu spielen. Nicht immer haben die Freunde der Kinder auch Eltern, die mit ihnen Regeln für den Zugang und die Nutzung der Medien aufgestellt haben. Es ist daher ratsam, mit den anderen Eltern zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Privatsphäre und Daten bewahren

Eltern sollten Ihr Kind hinsichtlich der Datenweitergabe und der Freigabe persönlicher Daten und Bilder beraten und unterstützen. Folgende Punkte sind dabei besonders relevant:

  • Richtet eine spezielle E-Mail-Adresse für Spiele ein, die nicht den Klarnamen enthält und keine Rückschlüsse auf das Alter, den Wohnort oder das Geschlecht gibt
  • Verwendet einen Nickname, also einen Spitznamen, für den gleiches gilt
  • Nutzt für einen Avatar (Spielfigur) kein reales Foto
  • Begrenzt die Chatmöglichkeiten bzw. ermahnt euer Kind, im Chat keine persönlichen Daten preiszugeben
  • Prüft bei der Installation von Apps, welche Berechtigungen diese einfordern (Zugriff auf Kamera, Adressbuch etc.) Dies ist vor allem auch bei Social Games relevant, die die Spieler oft dazu auffordern, Spielerfolge und ähnliches im Netzwerk zu teilen.

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Online-Spiele und Free-to-Play – die Kosten im Blick haben

Besonders beachten müssen Eltern, dass zwar online viele kostenlose Spiele angeboten, diese sich dann aber später doch nicht als ganz kostenlos entpuppen. Es geht hierbei um sogenannte Free-to-Play-Spiele (F2P). Man kann diese kostenfrei herunterladen oder im Browser öffnen, dann aber gibt es im Spiel die Möglichkeit, Geld auszugeben. Die Arten dieser In-App-Käufe sind sehr unterschiedlich. Oftmals sind es dekorative Items, Zeitbeschleuniger, aber auch ganze Erweiterungen und Spielbestandteile, die nur mit echtem Geld zugänglich werden. Es ist wichtig, dass man das Kind darüber aufklärt und vermittelt, dass hier kein Spielgeld, sondern echtes Geld ausgegeben wird. Manche Apps bieten die Möglichkeit, Bezahlmethoden zu sperren oder gar nicht erst freizugeben.

Wo finde ich gute und bedenkenlose Computerspiele für Kinder?

Eine der häufigsten Fragen von Eltern ist, wo sie für Kinder geeignete Spiele finden können. Neben der Prüfung der Altersempfehlung durch die USK, gibt es dafür so einige Ratgeberseiten und Internetseiten, die Spiele auch pädagogisch bewerten und Informationen zu diesen liefern. Neben unserem Angebot auf muttispielt.de empfehlen wir vor allem:

Spieleratgeber NRW

Beim Spieleratgeber NRW finden Eltern und Kinder umfangreiche Informationen zu Spielen und über die Nutzung von Computerspielen. Dafür werden die Spiele umfangreich von Testergruppen auf Herz und Nieren geprüft.

Spielbar

Spielbar.de ist eine Informationsplattform der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie ist eine Sammelplattform für Bewertungen und Spieleempfehlung unterschiedlicher pädagogischer Einrichtungen.

Internet ABC

Das Internet-ABC bietet vor allem jüngeren Kindern und deren Eltern informative Tipps zu Spielen und dem Internet insgesamt. Auch hier finden Eltern Spielebewertungen und pädagogische Beurteilungen.

Schau Hin

Auf der Seite Schau hin finden Eltern nicht nur Spiele, die Ihre Kinder und Heranwachsenden bedenkenlos spielen können, sondern vor allem viele Hintergrundinformationen zu Games sowie viele Tipps und Studien zur Mediennutzung.

Gütesiegel und Preise zur Orientierung

Über Plattformen hinaus gibt es verschiedene Gütesiegel, an denen sich Eltern bei der Auswahl der Computerspiele für Kinder orientieren können. Dies sind unter anderem: das Gütesiegel “pädagogisch wertvoll” der Tommy und der Pädi vom Studio im Netz, SIN.

Computerspiele und Sucht – Wie merke ich, ob meine Kinder gefährdet sind?

Das Kind ist unruhig, zieht sich zurück, spielt zu kuriosen Zeiten wie nachts oder am frühen Morgen, hat nur noch wenig Kontakt zu Freunden? Das können erste Anzeichen für eine exzessive Mediennutzung sein und auf eine Sucht hinweisen. Sprecht mit eurem Kind oder Teenager, reagiert nicht mit Verboten und sucht euch Hilfe. Einen Überblick zur Erkennung und Prävention für Computerspielesucht und viele weitere Informationen dazu in Videoform gibt es auf Schau hin, dem gemeinsamen Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der ARD, des ZDF und TV Spielfilm.

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