
Die Sommer werden auch in Deutschland spürbar heißer. Längere Hitzeperioden und sogenannte Tropennächte, in denen die Temperaturen kaum noch sinken, stellen Familien vor besondere Herausforderungen. Vor allem Babys, Kleinkinder, Schwangere, ältere Angehörige und Menschen mit Vorerkrankungen reagieren empfindlich auf hohe Temperaturen. Mit einer guten Vorbereitung und einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der Familienalltag jedoch deutlich angenehmer gestalten. (Umweltbundesamt)
Den Tagesablauf an die Hitze anpassen
An heißen Tagen lohnt es sich, den Alltag etwas umzustrukturieren:
- Aktivitäten im Freien möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden legen.
- Zwischen etwa 11 und 18 Uhr direkte Sonne möglichst meiden.
- Ausreichend Trinkpausen einplanen – auch dann, wenn noch kein Durstgefühl besteht.
- Leichte, wasserreiche Mahlzeiten wie Salate, Obst oder Gemüse bevorzugen.
Gerade Kinder vergessen beim Spielen häufig das Trinken. Eltern können kleine Trinkrituale etablieren, beispielsweise ein Glas Wasser vor jeder Mahlzeit oder nach jeder Spielrunde. (Bundesregierung)
Die Wohnung möglichst kühl halten
Ein angenehmes Raumklima macht einen großen Unterschied. Dabei helfen oft schon einfache Maßnahmen:
- Früh morgens und nachts intensiv lüften.
- Fenster und Rollläden tagsüber geschlossen halten.
- Außenliegende Beschattung nutzen, wenn möglich.
- Wärmequellen wie Backofen oder Wäschetrockner möglichst erst am Abend verwenden.
Besonders Dachgeschosswohnungen profitieren von konsequentem Sonnenschutz und nächtlichem Querlüften. (Umweltbundesamt)
Kleidung und Sonnenschutz
An heißen Tagen gilt:
- Helle, luftige Kleidung aus Baumwolle oder Leinen tragen.
- Sonnenhut oder Kappe nicht vergessen.
- Sonnencreme mit geeignetem Lichtschutzfaktor regelmäßig auftragen.
- Kinder möglichst im Schatten spielen lassen.
Auch leichte, feuchte Waschlappen oder ein lauwarmes Fußbad können zwischendurch für angenehme Abkühlung sorgen. (Umweltbundesamt)
Genug trinken – aber richtig
Wasser bleibt der beste Durstlöscher. Ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen sind ebenfalls geeignet.
Praktische Ideen für Familien:
- Trinkflaschen bereits morgens füllen.
- Obst wie Wassermelone, Erdbeeren oder Gurken als Snack anbieten.
- Eine Karaffe Wasser sichtbar auf den Esstisch stellen.
- Kinder spielerisch ans regelmäßige Trinken erinnern.
Die individuell benötigte Trinkmenge hängt von Alter, Gesundheit und Aktivität ab. Bei Säuglingen oder chronisch kranken Menschen sollten die Empfehlungen der Kinderärztin, des Kinderarztes oder der behandelnden Ärztin beziehungsweise des Arztes beachtet werden. (BMG)
Warnsignale ernst nehmen
Hitze kann den Körper stark belasten. Mögliche Warnzeichen sind:
- starker Durst
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- ungewöhnliche Müdigkeit
- Konzentrationsprobleme
- Verwirrtheit
Treten starke Beschwerden auf oder besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag, sollte umgehend medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. (Berliner Familienportal)
Familienfreundliche Ideen für heiße Tage
Nicht jeder Sommertag muss im Freibad verbracht werden. Auch diese Alternativen sorgen für Abkühlung:
- Picknick im schattigen Park
- Wasserspiele im Garten oder auf dem Balkon
- Bibliotheken oder Museen als angenehm kühle Ausflugsziele
- Bastel- oder Vorlesenachmittage während der heißesten Stunden
- Gemeinsames Eis selbst herstellen
So bleibt der Sommer auch bei hohen Temperaturen entspannt und abwechslungsreich.
Fazit
Hitze lässt sich nicht vermeiden – ihre Auswirkungen aber oft deutlich reduzieren. Wer den Tagesablauf anpasst, ausreichend trinkt, die Wohnung kühl hält und Warnsignale ernst nimmt, schützt die ganze Familie. Gerade in den zunehmend heißen Sommern ist ein guter Hitzeschutz kein Luxus mehr, sondern ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Familienalltags.