Claudia Awe


Heute bei uns im Interview….. TROMMELWIRBEL! Eine Frau! Claudia Awe ist 32 Jahre alt und Product- und Eventmanagerin bei Capcom, wo sie seit 2011 arbeitet. Geboren und aufgewachsen in Bergen auf Rügen, hat Claudia zunächst eine Ausbildung als Veranstaltungskauffrau in der Stralsunder Brauerei (heute Störtebeker Braumanufaktur) gemacht. In der Spielebranche ist sie eher durch Zufall gelandet, als sie einen Job in Hamburg suchte. Claudia meint: “Glück gehabt”. Ich denke, dass ich Glück hatte, Claudia kennen lernen zu können. Sie ist eine der nettesten und bezauberndsten Kolleginnen in der Videospielebranche!

Was hast Du als Kind am liebsten gespielt, wenn Du alleine zuhause warst?

Oh, da kommen eine Menge Erinnerungen hoch. Ich war schon immer sehr kreativ und habe mich gern verkleidet. Ich habe zum Beispiel Mode aus Mülltüten designt und eine Modenschau auf der Familienfeier gegeben. Ein Highlight meiner Kindheit war auch, dass man Tetris mit einem Linkkabel zu Zweit auf dem Gameboy spielen konnte. Und natürlich habe ich wie alle anderen Kinder auch stundenlang Cartoons, Serien und Musikvideos geschaut.

Tetris

Tetris gibt es auch ganz analog!

Was hast Du als Kind am liebsten draußen mit anderen Kindern gespielt und warum?

Ich bin fast nur mit Jungs aufgewachsen. Wir sind viel mit dem Rad / Rollschuhe /  Skateboard gefahren, haben Power Rangers oder „Verstecken“ gespielt.

Erinnerst Du Dich an besonders beliebte Geräte oder Treffpunkte Deiner Kindheit?

Die schönsten Erinnerungen habe ich an den Kinder- und Jugendtreff, welcher nur ein paar hundert Meter von meinem Zuhause entfernt war. Dort habe ich den 1. Platz bei der Mini Playback Show gemacht. Damals war ich glaub ich 5 Jahre alt. Als wir älter wurden, wurde der Skatepark dann zum Treffpunkt. Dort prahlten wir dann, welcher unserer Discmans mehr Anti-Schock hatte.

Was war Deine geheime Fantasie als Kind? Wolltest du vielleicht ein Superheld sein oder lieber eine Erwachsene mit einem tollen Job?


Top Fantasie Nummer eins: Ich wollte immer ein Haus mit Falltüren, Verstecken, Nischen und Geheimgängen besitzen.
Top Fantasie Nummer zwei: Ich wollte später sehr berühmt sein (Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin, Model). Leider war ich völlig talentfrei, sodass ich nun doch für mein Traumhaus arbeiten gehen muss.

Model werden

Es ist nie zu spät!

Welche Spiele spielst Du heute als Erwachsener gerne? An welchen Stücken und Erinnerungen aus Ihrer Kindheit hängt Dein Herz besonders?

Ich liebe Gesellschaftsspiele die auf Glück oder Geschicklichkeit abzielen wie Kniffel, Mensch ärger dich nicht, Scrabble, Activity, Tabu oder Jungle Speed. Bei Computerspielen ist es ähnlich.

Ich glaube es gibt kein Spielzeug, welches ich von früher vermisse, da ich leider auch nicht mehr die Fantasie von früher habe, um damit auf diese kindliche Weise zu spielen. Heutzutage zählen für mich daher mehr die Erinnerungen an damals und die neuen Erlebnisse mit meinem Sohn.

Du bist Mutter, Claudia- wenn es möglich ist, würden wir gerne auch dazu drei Fragen stellen:

Verrätst Du uns den Namen und das Alter?

Mein Sohn heißt Frederik und wird Freddie genannt. Er ist 2 Jahre und 3 Monate alt.

Was sind seine Lieblingsspielzeuge?
Er liebt seinen LEGO Duplo Flughafen. Den haben wir ihm gebraucht zu Weihnachten gekauft, weil es den so nicht mehr zu kaufen gibt. Wir haben Freddie das Flugzeug kurz vor Weihnachten geschenkt, da wir zu Weihnachten selbst im Urlaub waren. Vorher konnte ich ihm dadurch schon alles zeigen, was am und im Flugzeug passieren wird. Das fand er natürlich sehr spannend – vor allem dann auch im echten Flugzeug. Das ist glaub ich auch der Grund, warum er das Flugzeug am meisten bespielt.

Welches Spielzeug Deines Kindes hasst Du, und warum?
Es ist dieser kinetische „Magic Sand“. Ich freue mich wenn Frederik damit spielt, keine Frage. Er krabbelt dafür in eine riesige Ikea Kiste mit mehreren Baggern, LKWs und Schaufeln und ist ewig beschäftigt.
Gleichzeitig bin ich unfassbar genervt, dass dieser Sand immer an der Kleidung hängt und mit den Socken überall hingetragen wird.
Wir haben schon alles probiert um die Ausmaße minimal zu halten: Sandkiste in der großen Ikea Spielkiste, Schmutzfangmatte – bisher ohne Erfolg. Ich glaube daher, dass der Sand irgendwann „magisch“ im Staubsauger verschwinden wird.

MAGIC SAND

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Hast Du vielleicht eine lustige Anekdote rund ums Thema Spielzeug für uns?

Ich hatte früher einen leicht gruseligen Clown, der Kalle hieß und dessen Kostüm ich unbedingt zum Einschlafen immer zwischen meinen Fingern rubbeln musste. Meine Eltern mussten immer für Nachschub sorgen, wenn ich wieder einmal dem armen Clown sein Kostüm weggerubbelt hatte.

Und ich sag noch “bezaubernd” 🙂

Du arbeitest ja seit Jahren in der Videospieleindustrie, wie ist Deine Meinung zu elektronischen Spielen für Kinder?

Zwiegespalten. 😉 Ich finde es ist eine gute Sache und Kinder können viel durch Spiele lernen und natürlich ist es auch Entertainment. Etwas, das wir als Erwachsene auch schätzen. Jedoch sollte auch immer eine digitale Aufklärung, ein offener Umgang mit den Medien (auch durch die Eltern) und ein Ausgleich, d.h. eine Zeit ohne Medien zum Leben eines Kindes dazu gehören.

Wann sind sie soweit? Soll man unverkrampft ran gehen, oder ganz streng die Bildschirmzeit limitieren?

Das hängt immer von der Entwicklung des Kindes ab. Ich denke, dass man offen, aber auch informiert an die Sache ran gehen sollte. Es gibt sicherlich viele tolle Apps oder Serien für Kinder, jedoch sind nicht alle immer auch geeignet. Manches verstehen die Kleinen einfach noch nicht oder können es gar verarbeiten.
Bei uns gibt es natürlich auch Ausnahmen (im Flugzeug, lange Autofahrten oder wenn wir krank sind) aber wir beschränken es derzeit morgens auf die Sendung mit dem Elefanten und abends auf das Sandmännchen. Dazu kommt meist noch Facetime abwechselnd mit den Großeltern. Wir beschränken es nicht, weil wir es unbedingt eingrenzen wollen, sondern weil wir uns meistens mit anderen Sachen beschäftigen. Bisher vermisst mein Sohn in dieser Richtung auch nichts aber ich werde versuchen, wenn er es zukünftig möchte, qualitativ hochwertige Unterhaltung zur Verfügung zu stellen, die ich auch mit gutem Gewissen vertreten kann.

Hat sich Deine Meinung dazu verändert, seit Du selbst Mutter bist?

Teilweise. Ich hoffe, ich werde nie meinem Kind mein Handy in die Hand drücken um nicht mit ihm spielen zu müssen. Jedoch habe ich als Mutter gelernt niemals „nie“ zu sagen. 😀

Welches Videospiel oder welche App für Kinder findest Du besonders empfehlenswert?

Für lange Autofahrten oder im Flieger finde ich für Kleinkinder Musikapps mit Instrumenten oder Spiele wie KlangDings – Musik für Kinder klasse (Kopfhörer empfohlen!). Lernspiele mit Tierlauten, Formen, Puzzles (App: Autos LKWs & Baustellenfahrzeuge) oder eine Wimmelbuch App (App: Mein Bauernhof: Wimmel App) finde ich auch super und sie ersparen einem auch manches Kilo im Gepäck.

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Vielen Dank für das schöne Interview!

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