Andreas Balfanz

Andreas Balfanz arbeitet bereits seit dem Jahr 2000 in der Videospiele-Branche. Er war unter anderem bei Ubisoft, RTL und Travian Games beschäftigt. Die Freunde seines Sohnes finden es cool, dass man sein Geld mit Spielen verdienen kann – haben dabei aber sicherlich kein Bild des wirklichen Lebens eines Arbeitsalltages bei einem Spielehersteller vor Augen…

Was hast Du als Kind am liebsten gespielt, wenn Du alleine zuhause warst?

Das hat sich natürlich im Lauf der Jahre sehr geändert. Ich kann mich noch sehr genau erinnern, dass ich zu meinem 5. Geburtstag zu Weihnachten einen Kaufmannsladen geschenkt bekommen habe. Für diesen habe ich, wenn immer die Zeit dafür war, Sachen gebastelt und Bilder gemalt, die ich dann versucht habe, später an Familienmitglieder oder Besucher zu verkaufen – natürlich für richtiges Geld ☺. Später fand ich meine Ritterburg total toll und habe sehr gerne mit Lego gebaut. Ich muss aber sagen, dass Spielen, wenn es das Wetter zuließ, meistens draußen stattgefunden hat.

Was hast Du am liebsten draußen mit anderen Kindern gespielt und warum?

Ich bin in einer Reihenhaus-Siedlung groß geworden. Zu meiner Zeit gab es in fast jeder Familie ein Kind im passenden Alter zum Spielen. Nach der Schule hat man sich meistens mit Nachbarskindern getroffen und wir haben den nah gelegenen Spielplatz unsicher gemacht. Ich kann mich an Fußball, Verstecken, Völkerball und diverse Hüpf- und Springspiele erinnern. Ein Klassiker in frühen Jahren war: „Hans du stinkst“ – hier musste man Berufe erraten und verschiedene kleine Aufgaben erledigen. Insgesamt kann ich sagen, wir haben uns viele Spiele früher auch selber ausgedacht oder sind einfach durch die Wälder gezogen oder mit dem Rad gefahren. Das ist natürlich der Luxus, dass ich in einer Kleinstadt groß geworden bin – in der Großstadt hat man diese Freiheiten ja leider häufig nicht.

Erinnerst Du Dich an besonders beliebte Geräte oder Treffpunkte Deiner Kindheit?

Sehr beliebt war der Spielplatz in unserer Nachbarschaft, aber auch der in unmittelbarer Umgebung gelegene Wald. Eine besondere Erinnerung habe ich daran, dass Ende der 70er/ Anfang der 80er die A43 zu unserem Wohnort (aus)gebaut wurde. Wir haben dort sehr gerne auf der Baustelle gespielt. Viele Dinge waren zu der Zeit damals am Wochenende komplett unbeaufsichtigt – kaum vorstellbar aus heutiger Sicht. Natürlich ein Spiele-Paradies – nicht nur für Jungs. Wir haben uns dort aus Baumaterial Hütten oder Burgen gebaut, was nicht immer ganz ungefährlich war: so weiß ich noch, dass einmal so eine Hütte eingestürzt ist und ein Nachbarsjunge einen ziemlichen dicken Stein auf den Kopf abbekommen hat. Das Ganze ist aber Gottseidank gut ausgegangen.

Andreas Balfanz nur wenig größer als seine Schultüte. 🙂

Was war Deine geheime Fantasie als Kind? Wolltest vielleicht ein Superheld sein?

Ich war ganz fasziniert von allen Indianer-Filmen, gar nicht mal nur Winnetou, ich erinnere mich z. B. an eine Serie die „Der lange Treck“ hieß – die habe ich geliebt und wahnsinnig gerne geschaut. Von da ab hatte ich eine Zeit lang die fixe Idee unbedingt auswandern zu wollen, natürlich mit einem Planwagen – wie auch sonst.

Welche Spiele spielst Du heute gerne? Gibt es Spielzeuge, die Du bis heute aufgehoben hast?

Ich habe schon immer gerne Karten gespielt: Doppelkopf, Skat, Canasta oder aber auch Uno. Mein Kinder-/Jugend-Zimmer existiert noch heute im Haus meiner Mutter. Es ist dort alles konserviert – eine richtige Zeitreise. Mein alter C64 steht dort immer noch an seinem alten Platz. Ich werfe ihn auch immer mal wieder an, wenn ich zu Hause zu Besuch bin: Load, 8, 1 ☺.

Andreas Balfanz

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Du hast ja einen Sohn Andreas, wenn es möglich ist, würden wir gerne auch dazu Fragen stellen:

Verrätst Du uns seinen Namen und sein Alter?

Mein Sohn heißt Alexander und wird bald 10.

Was ist sein Lieblingsspielzeug?

Davon hat er mehrere. Vieles ist digital: die PS4, sein Tablet, der DS. Er ist aber auch sehr an vielen unterschiedlichen geschichtlichen Themen interessiert: er liebt alles zu dem Römern und Wikingern und sitzt dann das  eine oder andere Mal mit Römerhelm und Tunika in seinem Zimmer und spielt z.B. die Schlacht im Teutoburger Wald mit Lego nach.

Welches Spielzeug Deines Sohns hasst Du und warum?

Im Moment seine Mundharmonika. Aber auch sein Wild-West-Gewehr, allerdings nur solange wir Platzpatronen haben, die sind aber zum Glück aber gerade alle.

Hast Du vielleicht eine lustige Anekdote rund ums Thema Spielzeug oder Kinderspiele für uns?

Mein Lieblings-Stofftier aus Kindertagen war ein roter Teddybär. Den hatte ich von meiner Oma geschenkt bekommen. Der war nach einigen Jahren ziemlich unansehlich und schmutzig und ich kann mich erinnern, dass meine Eltern versucht haben, ihn zu entsorgen. Ich hab ihn aber immer wieder gefunden, z. B. in Altkleider-Säcken oder Mülltonnen, bis er dann irgendwann wirklich so unansehnlich war, dass er doch das Zeitliche segnen musste.

Du hast ja viele Jahre in der Videospieleindustrie gearbeitet. Wie ist Deine Meinung zu elektronischen Spielen für Kinder? Soll man unverkrampft ran gehen, oder ganz streng die Bildschirmzeit limitieren?

Ich habe ein sehr entspanntes Verhältnis dazu. Ich habe nie versucht, meinen Sohn davon abzuhalten. Er hat sehr früh angefangen, sich für alles Digitale zu interessieren. Er durfte anfangs im Kindergarten z. B. Lego oder Duplo-Apps auf unseren Handys spielen, später hat er auch auf Xbox, PS4 gespielt und hat auch ein eigenes Tablet. Wichtig finde ich, dass man weiß, was seine Kinder spielen und das man sie begleitet, sich einfach mal dazu setzt, wenn sie spielen und Interesse zeigt und auch sieht, wie verhält sich mein Kind, wenn es spielt.

Welches Videospiel oder welche App für Kinder findest Du besonders empfehlenswert?

Im Moment finde ich Lego Worlds sehr gut und passend. Besonders toll finde ich, dass mein Sohn ganz begeistert von der Duolingo Sprach-App ist.

Andreas Balfanz

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Danke, für das spannende Interview Andreas Balfanz!

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